Aktuelles

Entfernte Verwandte: TOR-Protein reguliert Zellwachstum bei Pflanze und Tier

27/10/2017 Aus einer gemeinsamen Vorläuferzelle haben sich zwei so unterschiedliche Lebewesen wie Pflanzen und Menschen entwickelt. Spuren dieser mehr als eine Milliarde Jahre zurückreichenden Verwandtschaft sind bis heute im Erbmaterial beider Organismen verankert. [...]

Aktuelles

Entfernte Verwandte: TOR-Protein reguliert Zellwachstum bei Pflanze und Tier

27/10/2017 Aus einer gemeinsamen Vorläuferzelle haben sich zwei so unterschiedliche Lebewesen wie Pflanzen und Menschen entwickelt. Spuren dieser mehr als eine Milliarde Jahre zurückreichenden Verwandtschaft sind bis heute im Erbmaterial beider Organismen verankert. Ein internationales Team von Pflanzenforschern um Dr. Markus Wirtz und Prof. Dr. Rüdiger Hell von der Universität Heidelberg hat eine solche Spur – das TOR-Protein – genauer erforscht. In menschlichen und tierischen Zellen wirkt TOR als Signalgeber, der Überleben und Wachstum der Zellen steuert. Die Heidelberger Wissenschaftler deckten nun auf, wie dieses Protein auch in Pflanzenzellen als Wachstumsregulator fungiert. Mehr info

Blut-Hirn Schranke auf einem Chip 

24/10/2017 Für ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Blut-Hirn Schranke Modells auf einem Chip erhält Prof. Dr. Gert Fricker vom IPMB zusammen mit Dr. Martin Stelzle vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen, Reutlingen, eine Förderung der Baden-Württemberg Stiftung für 3 Jahre in Höhe von rund 507.550 Euro. Das Projekt zielt auf die Erforschung generisch anwendbarer Mikrosystemtechnologien zur Integration elektrischer, elektrochemischer und optischer Sensoren in mikrophysiologische Systeme (organ-on-chip) im Mikrotiterplattenformat. Damit soll der Einfluss von mit diesen Sensoren präzise kontrollierbaren pathologischen Zuständen auf die Eigenschaften eines mikrofluidischen in vitro-Modells der Blut-Hirn-Schranke untersucht werden.

Wie Schalter in Bakterien funktionieren

14/10/2017 Viele Bakterien besitzen Riboschalter als molekulare Kontrollelemente, über die sie Gene an- und abschalten können. Wie diese „riboswitches“ funktionieren, haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie, der Universität Heidelberg und der Freien Universität Berlin nun mithilfe der lichtoptischen Mikroskopie an Einzelmolekülen grundlegend untersucht. Der Einsatz dieser Schalter könnte beispielsweise neue Möglichkeiten bei der Entwicklung von Antibiotika eröffnen, so der Heidelberger Wissenschaftler Prof. Dr. Andres Jäschke. Die Forschungsergebnisse wurden in der Zeitschrift „Nature Chemical Biology“ veröffentlicht. Mehr info

Katharina Höfer erhielt GBM-Promotionspreis

24/9/2017 Dr. Katharina Höfer aus dem Labor von Prof. Dr. Andres Jäschke (Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie) ist auf der diesjährigen GBM Herbsttagung in Bochum mit dem GBM Promotionspreis ausgezeichnet worden. Der GBM-Promotionspreis würdigt eine herausragende Promotion in der Biochemie und/oder Molekularbiologie und ist mit 1.500 Euro dotiert. Frau Höfer erhielt den Preis für ihre Arbeit zum Thema „NAD-capped RNA in Bacteria - Scope and Function“ und nahm ihn am 24. September in Bochum entgegen. Mehr Info

Neue Einblicke in die Entstehung des vaskulären Systems

15/9/2017 Neue Einblicke in die Entstehung des vaskulären Systems: Forscher um Dr. Carmen Ruiz de Almodóvar vom Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg haben ein zentrales Element entdeckt, dass die Bildung von Blutgefäßen reguliert. Sie konnten zeigen, dass die Proteine YAP und TAZ eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Developmental Cell“ veröffentlicht. Mehr Info

 

Maximale Präzision bei der Herstellung von Proteinen

8/9/2017 Die Wirkungsweise eines wichtigen Chaperons – eines molekularen Helfers bei der Herstellung von Proteinen – haben Wissenschaftler des Zentrums für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) untersucht. Gemeinsam mit Kollegen der Universität zu Köln und der Penn State University (USA) konnten sie zeigen, dass die Geschwindigkeit der Proteinherstellung und die Funktion dieses Chaperons mit der Bezeichnung Ssb zusammenhängen. Die Information zur Kontrolle der Synthesegeschwindigkeit ist im genetischen Code der Zelle gespeichert. So kann eine maximale Effizienz und Präzision in der Herstellung funktionsfähiger Proteine sicherstellt werden. Die Forschungsergebnisse wurden in „Cell“ veröffentlicht. Mehr Info

Neue Ausgründung aus dem IPMB: HeiDelTec

26/7/2017 Aus dem Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie ist eine neue Ausgründung hervorgegangen, die Heidelberg Delivery Technologies GmbH, HeiDelTec. Nach erfolgreicher Teilnahme am Exist-Forschungstransfer Programm des BMWi führt das IPMB damit pharmazeutische Grundlagenforschung zur Anwendung und setzt neue Impulse im Bereich Verbesserung der Bioverfügbarkeit und Wirkung pharmazeutischer Zubereitungen.

Das Gründungteam Dres. Silvia Pantze, Robin Tremmel, Frieder Helm und Johannes Parmentier aus dem Arbeitskreis von Prof. Fricker, Abteilung Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie des IPMB, sowie Betriebswirtschaftler Moritz Stadler entwickeln eine Technologie, die eine orale Verfügbarkeit von ansonsten parenteral verabreichten Wirkstoffen, z. B. Peptiden oder Proteinen, gewährleistet. Diese sogenannten Biologicals mit einem weltweiten Marktvolumen von ca. 220 Milliarden US$ p.a. müssen meist durch schmerzhafte Injektionen verabreicht werden, sodass ein sehr hoher Bedarf an alternativen Verabreichungsmöglichkeiten besteht.

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

26/6/2017 Eine internationale Konferenz veranstaltet der Sonderforschungsbereich „Selbsterneuerung und Differenzierung von Stammzellen“ der Universität Heidelberg am 29. und 30. Juni 2017. Auf Einladung des SFB 873 werden annähernd 20 Referenten aus Deutschland, Großbritannien und den USA über zentrale Fragestellungen und aktuelle Erkenntnisse aus dem Bereich der Stammzellforschung berichten. Dabei geht es zum Beispiel um neuronale oder blutbildende Stammzellen. „Wir versprechen uns von der Veranstaltung einen intensiven wissenschaftlichen Austausch, der entscheidende Impulse für die Arbeit und die strategische Ausrichtung unseres Verbundes bringen wird“, betont Prof. Dr. Jan Lohmann vom Centre for Organismal Studies (COS), der Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist. Erwartet werden rund 200 Teilnehmer. Mehr info

Wie Pflanzen und Tiere auf Signale ihrer Umwelt reagieren

19/6/17 Mit aktuellen Forschungsfragen der Lebenswissenschaften beschäftigt sich ein fächerübergreifendes Symposium, zu dem das Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg alle zwei Jahre einlädt. Hierbei werden Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen der Grundlagenforschung zusammengebracht, um neue Erkenntnisse zur Biologie von Tieren und Pflanzen zu diskutieren. Die nunmehr fünfte Veranstaltung findet am 21. und 22. Juni 2017 an der Ruperto Carola statt. Dabei wird es um die Frage gehen, wie Organismen Signale aus ihrer Umwelt wahrnehmen und wie sie darauf „antworten“. Zu dem internationalen Symposium „Senses and Sensitivity“ werden rund 200 Teilnehmer erwartet.

Analyse komplexer Proteininteraktionen

Bild: Isabel M. Schopp
9/6/17 Die Zusammensetzung bestimmter funktionaler Proteinkomplexe kann künftig mit beispielloser Auflösung in ihrer Zellumgebung analysiert werden. Möglich wird dies durch eine neue Untersuchungsmethode, die das Team von Nachwuchsgruppenleiter Dr. Julien Béthune am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg entwickelt hat. Damit ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine lange bestehende Hürde in der molekularen Zellbiologie zu überwinden. Zum Einsatz kommen soll die neue Technik mit dem Namen „split-BioID“ nun bei sogenannten kontextabhängigen Proteinkomplexen, die mit den bisherigen Verfahren nicht analysiert werden konnten. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht. Mehr Info

Neuer SFB zur Funktion eines fundamentalen Signalwegs für Entwicklung und Krankheit

26/05/2017 Mit der Funktion eines fundamentalen zellulären Signalwegs beschäftigt sich ein neuer Sonderforschungsbereich, der mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seine Arbeit an der Universität Heidelberg aufnehmen wird. Nach erfolgreicher Begutachtung hat die DFG für einen Zeitraum von vier Jahren Fördermittel in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro bewilligt. Sprecher des SFB 1324 „Mechanisms and functions of WnT signaling“ ist Prof. Dr. Thomas Holstein vom Centre for Organismal Studies (COS). Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen sogenannte Wnt-Proteine, die zentrale Prozesse in der Embryonalentwicklung, der Zelldifferenzierung sowie bei der Entstehung von Tumoren steuern. In umfassender interdisziplinärer Zusammenarbeit sollen die molekularen Mechanismen dieses für die Biologie zentralen Signalwegs aufgeklärt werden. Der SFB startet im Juli 2017. Mehr info

Preis der „Dr. Alexander und Dr. Rosemarie Bauer Stiftung für HBIGS Doktorand

17/05/2017 Mehmet Ali Öztürk, Doktorand an der Ruperto Carola und Mitglied der Hartmut Hoffmann-Berling Internationalen Graduiertenschule für Molekular- und Zellbiologie, hat den mit 3.000 Euro dotierten Preis der „Dr. Alexander und Dr. Rosemarie Bauer Stiftung“ erhalten. Ausgezeichnet wurde er für sein Forschungsvorhaben, in dem er die Interaktion zwischen bestimmten Proteinen und der DNA untersucht. In seiner Arbeit am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) und am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) kombiniert Mehmet Ali Öztürk rechengestützte Methoden und Computersimulationen mit biophysikalischen Methoden aus der Experimentalbiologie. Der Preis wird jährlich wechselnd an herausragende Nachwuchswissenschaftler der Fakultät für Biowissenschaften und der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften vergeben. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld ist zur Förderung eines Forschungsaufenthalts in einem Labor im In- oder Ausland vorgesehen. Die Preisverleihung fand am 17. Mai 2017 in Heidelberg statt. Mehr info

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

Bild: Eva-Sophie Wallner

27/04/2017 Mit Untersuchungen zu den Leitgeweben von Pflanzen konnten Wissenschaftler der Universität Heidelberg zentrale Faktoren identifizieren, die für die Bildung dieses pflanzlichen Gewebes, des sogenannten Phloems, eine entscheidende Bedeutung besitzen. Wie Prof. Dr. Thomas Greb vom Centre Organismal Studies (COS) erläutert, unterscheiden sie sich von allen bisher bekannten Faktoren, die die Spezifizierung von Zellen auslösen. Die Heidelberger Forschungserkenntnisse tragen dazu bei, die Vorgänge beim Stoffwechsel von Pflanzen besser zu verstehen. Veröffentlicht wurden sie in der Fachzeitschrift „Current Biology“. Mehr Info.

ERC Grant für Bernd Bukau

7/04/2017 Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergibt eine hochdotierte Förderung – einen ERC Advanced Grant für Spitzenforscher in Europa – an den Heidelberger Molekularbiologen Prof. Dr. Bernd Bukau. Über fünf Jahre wird damit ein Forschungsvorhaben an der Universität Heidelberg gefördert, in dem sich der Wissenschaftler mit der Entstehung von Proteinen in Zellen beschäftigen wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine Zelle neu hergestellte Aminosäureketten mit hoher Effizienz in funktionsfähige Proteine und Proteinkomplexe mit dreidimensionaler Struktur „falten“ kann. Prof. Bukau ist Direktor des Zentrums für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) und forscht zugleich am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Für die Forschungsarbeiten, die im Sommer 2017 beginnen, stehen rund 2,1 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Mehr Info

ERC Grant for Ed Hurt

7/04/2017 Der Biochemiker Prof. Dr. Ed Hurt erhält eine hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC), einen ERC Advanced Grant für Spitzenforscher in Europa. Der ERC fördert damit über einen Zeitraum von fünf Jahren ein Vorhaben, das sich mit der Entstehung von Ribosomen beschäftigt. Die Heidelberger Wissenschaftler um Prof. Hurt wollen die Prozesse untersuchen, die in der Anfangsphase der Herstellung dieser Protein-Fabriken der Zellen ablaufen und noch weitgehend unerforscht sind. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis von Ribosomopathien beitragen – Krankheiten, die durch Fehler bei der Ribosomen-Entstehung verursacht werden. Für die Forschungsarbeiten, die 2018 beginnen sollen, stellt der ERC rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Ed Hurt lehrt und forscht am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg (BZH). Mehr Info

Höchste wissenschaftliche Auszeichnung Taiwans für Hannah Monyer

16/03/2017 Der taiwanesische Wissenschaftsrat zeichnete Hannah Monyer vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Universitätsklinikum Heidelberg für ihre bahnbrechenden Arbeiten zum Gedächtnis mit dem Tsungming Tu-Preis aus. Der Preis ist die höchste akademische Ehre Taiwans für ausländische Wissenschaftler und ist mit 75.000 Dollar dotiert.
 

Untersuchungen von Heidelberger Molekularbiologen im Bereich der Parkinson-Forschung

22/02/17 Für ein Forschungsprojekt zur neurodegenerativen Parkinson-Erkrankung erhält der Heidelberger Molekularbiologe Prof. Dr. Bernd Bukau eine Förderung der Baden-Württemberg Stiftung in Höhe von rund 280.000 Euro. Mit dem Projekt werden die bisherigen Arbeiten von Prof. Bukau und seinem Team zur Auflösung von Proteinverklumpungen fortgeführt. Diese sind ursächlich verantwortlich für eine Reihe verschiedener Krankheiten wie beispielsweise auch Alzheimer. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die sogenannten Hitzeschockproteine, die als zelleigene Abwehr den Verklumpungen entgegenwirken. Die Wissenschaftler der Universität Heidelberg erwarten von den Forschungsergebnissen neue Erkenntnisse zur Entstehung und Verhinderung der Parkinson-Erkrankung. Die Stiftung finanziert das Projekt im Rahmen ihres Programms „Internationale Spitzenforschung III“ für drei Jahre.

Annika Guse erhält ERC Consolidator Grant

7/02/2017 Mit einer hochdotierten Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC), einem ERC Consolidator Grant für herausragende Forschungstalente, wird die Heidelberger Biologin Dr. Annika Guse ausgezeichnet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird damit ein Vorhaben in der molekularen Zellbiologie gefördert, in dem sich die Wissenschaftlerin mit symbiotischen Beziehungen zwischen Nesseltieren – zum Beispiel Korallen – und einzelligen Algen befasst. Für die Forschungsarbeiten, die im Juni 2017 beginnen sollen, stellt der ERC Fördermittel in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist dabei auch die Anschaffung eines speziellen Forschungsgroßgerätes. Annika Guse lehrt und forscht am Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg. Mehr info